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An der Börse werden Wirtschaftsgüter und Finanzinstrumente gehandelt. Das können Aktien, also Unternehmensbeteiligungen, Anleihen von Staaten und Unternehmen, Rohstoffe wie Gold, Silber, Öl, aber auch Weizen oder Soja, Devisen wie Dollar, Euro, Rubel oder Yen, Optionen, Zertifikate sowie Fonds- und ETF-Anteile sein. Der Handel mit all diesen Vermögenswerten findet an diesem organisierten Markt zu festgelegten Zeiten statt.

Der Börsenkurs ist der an einer Börse festgestellte Preis eines Wirtschaftsguts oder Finanzinstruments. Angebot und Nachfrage treffen hier aufeinander und werden durch Börsenmakler zusammengeführt. Grundsätzlich nehmen die Makler alle Kauf- und Verkaufsaufträge - auch Orders genannt - entgegen und errechnen anschließend, bei welchem Kurs der größte Umsatz (in Stück) zustande kommt, also möglichst viele der vorliegenden Kauf- und Verkaufswünsche erfüllt werden.

Bid und Ask

Der Börsenkurs ergibt sich also aus Angebot und Nachfrage beim gehandelten Gut. Man unterscheidet sogenannte Kassakurse und taxierte Kurse. Der Kurs liegt immer zwischen Geld- und Briefkurs, oder im Börsensprech: zwischen Bid und Ask. Der Geldkurs (Bid) ist der maximale Preis, zu dem Anleger bereit sind die Aktie zu kaufen. Der Briefkurs (Ask) ist der minimale Preis, zu dem Verkäufer bereit sind, ihr Wertpapier zu verkaufen. Die Differenz zwischen dieser Ober- und Untergrenze bezeichnen Börsianer als Spread.

Bei Aktien ist die Unterscheidung zwischen deren Nennwert und deren Kurs wichtig. Der Nennwert bezieht sich auf das eingetragene Kapital einer Aktiengesellschaft und wird festgelegt, bevor das Unternehmen an die Börse geht.

Börsenkurse werden während der Handelszeiten fortlaufend ermittelt und können – je nach Angebot und Nachfrage – stark schwanken. Unternehmensnachrichten, Konjunkturdaten, politische Ereignisse, Krisen und Psychologie beeinflussen die Kurse.

Formen des Börsenhandels

Es gibt zwei Formen des Börsenhandels: die Präsenzbörse, auch als Parketthandel bekannt, und den elektronischen Handel. In der Regel werden die Kurse auf elektronischem Wege festgestellt. Dabei gibt es für ein und dasselbe Wertpapier meistens unterschiedliche Börsenkurse, da die Papiere an unterschiedlichen Börsenplätzen gehandelt werden. In Deutschland gibt es neun Börsenplätze, neben Frankfurt sind das Stuttgart, Hamburg, Hannover, Berlin, Bremen, Düsseldorf, München, Tradegate und Lang & Schwarz. Die bedeutendste Börse auf dem deutschen Markt ist Frankfurt mit seiner elektronischen Börse Xetra, die etwa 80 Prozent der Aktien-Handelsumsätze in Deutschland ausmacht. Der DAX (Deutscher Aktienindex) wird nur nach Xetrakursen ermittelt.

Aktienkurse werden nicht nur an der Börse festgestellt, sondern auch im außerbörslichen Handel – auch OTC-Handel (Over the Counter Market) genannt. Dabei handeln in der Regel institutionelle Investoren wie beispielsweise Banken, Versicherungen und Fondsgesellschaften miteinander.

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